Kinderbuchautorin
Hannelore Jost


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Friedas Abenteuer im Land Wunderschönhausen



Friedas Abenteuer im Land Wunderschönhausen
2. Auflage
Einband Softcover, 52 Seiten, 9 Bilder
Preis: 8,90 Euro


ISBN 978-3-9817038-0-1
(früher 978-3-86468-098-4)
Kinderbücher mit einer Altersempfehlung 5-9 Jahre

Über den ersten Band "Friedas Abenteuer im Land Wunderschönhausen" schrieb der Reporter Reinhard Kästner im Döbelner Anzeiger vom 27.06.2012

"... Erzählt wird eine Geschichte, die einen Bezug zur Gegenwart hat, denn es geht um den Schönheitswahn.
Den erlebt die kleine Frieda für einen Tag im Land Wunderschönhausen, in dem Schönheit das oberste Gesetz ist.
Doch schon bald merkt sie, dass der äußere Schein nicht das Wichtigste auf der Welt ist. Das alles erzählt
Hannelore Jost ohne erhobenen Zeigefinger..."



Leseprobe
Frieda war ein kleines, hübsches Mädchen, dem man den Schalk schon von den Augen ablesen konnte, jederzeit fröhlich und zu manchen frechen Streichen bereit. Aber wie es eben so war, fand sie sich selbst grundhässlich, ihre Nase zu spitz, ihre Augen zu groß, ihren Mund zu klein und am schlimmsten waren die kleinen braunen Sommersprossen. Es war eben nichts so, wie Frieda es gern mochte.

Frieda hieß eigentlich Christina Annabell Fridoline Müller. Sie war mit sich und der ganzen Welt unzufrieden und ihr Name gefiel ihr natürlich auch nicht. Deshalb ließ sie sich von allen nur Frieda rufen.
Im Kinderzimmer auf dem Schreibtisch lag ihr Lieblings-Malbuch. Eine Prinzessin mit lockigen schwarzen Haaren lächelte Frieda an. Eine goldene Krone strahlte über ihrem Kopf. Das Kleid aus hellem silbernem Seidenstoff war so lang, dass nur die Zehenspitzen zu sehen waren. Frieda hatte es mit ihren Lieblingsblumen, goldenen Rosen, bemalt. Über der Prinzessin flatterte ein schöner, großer, bunter Schmetterling. Diesen hatte Frieda selbst gemalt. Sie liebt Schmetterlinge, je größer, desto schöner.

Ein heller Sonnenstrahl, der durch Friedas Fenster direkt auf das Malbuch schien, ließ alles in silbernem Licht glitzern und strahlen. Es schien so, als kitzelte er erst die Prinzessin und dann den Schmetterling direkt an der Nase.

Und so kam es, dass Frieda träumerisch vor sich hin sprach: „Ach, wenn ich doch auch einmal so schön wie diese Prinzessin aussehen könnte! Ich würde alles dafür geben.“

Plötzlich fing der Schmetterling mit einer zarten Stimme an zu sprechen: „He, Frieda, ich bin es, der Schmetterling. Hier! Du hast mich doch so wunderschön gemalt – hier, im Malbuch. Schau mal, wie ich mich mit meinen Flügeln im Wind treiben lassen kann und wie herrlich sie in der Sonne glitzern. Das ist so schön, so herrlich, so wundervoll!“ Die Worte sprudelten vor Begeisterung aus dem Schmetterling hervor.

Frieda atmete tief durch und hielt vor Überraschung die Luft an.